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Cindie
Kurz nach meinem Start
ins Internet entdeckte ich auf der Pro7-Seite einen Link zu meiner Lieblingsserie Akte X.
Es gab und gibt ein Forum dort, wo man seinen Senf dazu hinschreiben kann. Da ich
einige Beiträge
wirklich für Senf hielt, schrieb ich den meinen noch dazu. Unter anderem wurde
auch die Angabe der
Email verlangt. Weil man als (ehemaliger) DDR-Bürger gewöhnt ist, Formulare
gründlich und gewissenhaft
auszufüllen, dachte ich mir nichts dabei.
Einige Tage später hatte ich Post! Es folgte ein ziemlich giftiger Mail-Wechsel, der aber
immer freundlicher
wurde...schließlich hatten wir die selbe Lieblingsserie. Irgendwann hatte er (ich
grüße Dich herzlich, Skorpion
aus Peine!) die Idee, man könne auch mal chatten. Ich war hell begeistert, hatte
ich doch den tollen Film mit
Michael Douglas gesehen. Dann war ich doch erstmal enttäuscht von den bloßen
Buchstabenkolonnen. Im Film war
das viiieeel schöner (ja, ja, Frauen und Technik! Dass man dazu spezielles
Zubehör braucht, weiß ich JETZT auch!).
Dann fand ich doch Gefallen an der Chatterei und war bald in vielen Chaträumen zu
Hause.
Dazu gehörten Pro7, Praline, hansenet und der A3. Besonders gerne denke ich an die Praline-Zeit zurück.
Dort war ich in meiner Anfangsphase am Häufigsten, es gab einen richtigen
Freundeskreis, der auch
Telefonate und Besuche zur Folge hatte. Ich grüsse Client, steff(HH), maus, Spax
und teufelchen.
Damals hiess ich allerdings noch Knuddelmaus, was bald recht nervig wurde, weil
viele (männliche)
Chatter dauernd und ausschliesslich knuddeln wollten. Deswegen änderte ich meinen
Nick und
wurde Cindie. maus zerrte mich irgendwann in den A3, wo ich alle grüsse, die sich
an mich erinnern.
Ich erblickte 1966
im Zeichen des Widders und des Pferdes (nach den Chinesen) das Licht der
Welt. Und diese beiden Tierchen passen so gut zu mir.....ich bin kämpferisch, stur, renne
mit
dem Schädel auch gegen Wände, wenn gleich daneben eine offene Tür ist...
In der Schule wurde ich Brillenschlange oder Streberin genannt....was mich dann immerhin
zum Abitur und zum Lehrerberuf führte. Lehrer werden ist nicht schwer,
Lehrer sein
dagegen sehr!!! Braves Mädchen, das ich war, heiratete ich und bekam zwei
Kinder.
Innerhalb der Mauern versuchte halt jeder, sich so gut wie möglich einzurichten
und seinen
Sinn fürs Leben zu finden. Als selbige dann im November 89 fielen, änderte sich
der
Blickwinkel doch ziemlich radikal. Hey, es gab plötzlich so viele Sachen
zu entdecken; Orte, die zu besuchen man sich nun
wenigstens vornehmen konnte; wissenschaftliche Rätsel,
die vorher einfach nicht ins Weltbild
passten.... Kurz: ICH veränderte mich.....und wurde immer unzufriedener mit dem,
was ich bis dahin gelebt hatte. Und so kam es, dass ich den Mann verliess,
den
Beruf hinschmiss, die Kinder und meine Siebensachen packte und als Sächsin von
Sachsen
nach Franken zog....zu einem Siebenbürgener Sachsen, zu Bärchi.
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